Das nachfolgende Tutorial beschreibt die Installation eines NTP-Servers unter der 3CX Debian-Installation.
Installation NTP-Paket: sudo apt-get install ntp
Anpassung der ntp-Konfiguration für lokalen Zeitserver: Öffnen Sie mit einem Editor die ntp.conf-Datei: sudo vi /etc/ntp.conf
Kommentiere die pool-Einträge mit # aus und trage stattdessen den Server mit FQDN oder IP-Adresse ein, welcher als Zeitgeber verwendet werden soll: server "FQDN oder IP-Adresse des Zeitgebers" iburst true prefer
Unter neueren Debian (12)-Versionen werden mindestens 3 Server als Referenz zur Ermittlung der Uhrzeit genutzt, um das Verhalten anzupassen wird in der folgenden Zeile minsane auf 1 konfiguriert: tos minclock 4 minsane 1
Mittel Editors die nftables-Rules (Firewall) erweitern (z. B. nach den Regel für SSH Bruetforce blacklist): sudo vi /etc/nftables.conf
Für das Troubleshooting kann man in der ntp.conf die folgenden Parameter einfügen: logconfig =all logfile /var/log/ntpstats/ntp.log
Nach einem Neustart des Dienstes (systemctl restart ntp) schreibt der Daemon die Logs dann in das File.
Mit ntpstat kann man den Status der Zeitsynchronisierung ermitteln. Das Paket lässt sich mit sudo apt-get install ntpstat installieren.
ntpstat gibt dann z. B. folgende Werte zurück: synchronised to NTP server (176.9.241.107) at stratum 3 time correct to within 208 ms polling server every 64 s
In diesem Fall wurde erfolgreich mit einem Zeitgeber synchronisiert.
Sollte die Synchronisierung bei starker Abweichung zur Zeitquelle nicht funktionieren, kann man mit den folgenden Befehlen die Synchronisierung erzwingen:
Zunächst wird der laufende NTP-Dienst beendet: systemctl stop ntp
Anschließend wird der folgende Befehl eingegeben um die Zeitsynchronisierung synchron anzufordern: ntpd -gq Die Anwendung beendet sich nach Abschluss der Synchronisierung selbst.
Abschließend wird der NTP-Dienst wieder gestartet: systemctl start ntp
Um eine Übersicht über die Peers zu erhalten kann man mit dem Befehl ntpq arbeiten.
Geben Sie ntpq ein.
Geben Sie anschliend "as" ein.
Zum Beenden der Anwendungen geben Sie "quit" ein.
Virtualisierung Im allgemeinen wird empfohlen die Zeitsynchronisierung durch den Host zu unterbinden. Unter Hyper-V kann man die Integration einfach "abhaken", unter vmware muss man entsprechende Werte in der VM-Konfiguration setzen (siehe https://kb.vmware.com/s/article/1189)
Um zu prüfen, ob Sie von Clients aus Zeitdaten vom Server erhalten, können Sie unter Windows den folgenden Befehl verwenden: w32tm /stripchart /computer: /dataonly oder alternativ den NTP-Client der Firma Galleon Systems verwenden: https://www.ntp-time-server.com/ntp-server-tool.html
Standardmäßig sind als NTP-Server in der 3CX-Konfiguration die NTP-Pool-Server hinterlegt. Damit die Endgeräte die 3CX-Instanz als Zeitgeber verwenden, muss der Wert angepasst werden. Dies wird in der 3CX Managementkonsole unter den Parametern (Settings > Parameters) festgelegt. Suchen Sie hier nach dem Wert "TIME_NTP_SERVER" und geben Sie die IP-Adresse oder den FQDN des 3CX-Servers an.
Über den Autor
Thomas Windscheif arbeitet bei excITe Consulting und ist langjähriger Berater im Bereich IT-Infrastruktur und Groupware. Sowohl Kleinunternehmen z. B. im Handwerk als auch der größere fertigende Mittelstand gehören zu seinem Projektumfeld. Im Wesentlichen gehören die Planung von Infrastruktur-Migrationen, Cloud-Lösungen (Microsoft 365), Groupware-Umgebungen (z. B. Exchange) und deren Umsetzung zu seinen Aufgaben. Insbesondere im Umfeld hybrider Identitätsumgebungen mit Entra Connect und den Möglichkeiten zur Härtung der IT-Landschaft konnte er in vielen Projekten Erfahrungen sammeln. Neues begeistert ihn aber ebenso und so unterstützt Thomas Windscheif auch bei themenfremden IT-Systemen, überall da wo er helfen kann.
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